Josefines Blog

November 2015

Die kulinarische Körperintelligenz

„Warum starrst du mich so an?“
Ich deute auf das riesige Stück Torte auf Lydias Teller. „Du wolltest doch abnehmen?“
„Eben!“ lächelt sie und schiebt sich genüsslich ein Stück Kuchen in den Mund. 
„160 Kalorien. Mindestens! Pro Biss!“
„Ich weiss“, antwortet Lydia und verdreht die Augen: „Himmlisch!“.
„Marco hat dich verlassen!“ tippe ich. „Und jetzt vergräbst du deinen Kummer in Buttercrème.“
„Quatsch. Ich hatte zwar Kummer, aber nur, weil der Speckring auf meiner Hüfte einfach nicht schmelzen wollte. Low-Carb, Ananas, Suppendiät, alles habe ich probiert. Sogar die Schlotter-Diät.“

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Mozart für die Katz

Punto und Topolino sind  bestimmt die verwöhnteste Kater des Fricktals. Was der Allerliebste nur schon für einen Zirkus betreibt, wenn unsern Fellmonstern das richtige Fressen besorgt. Aber die Futtermittelhersteller machen es ihm ja auch nicht gerade einfach. Schon allein die genialen Namen auf den verführerischen Goldpäckchen: Mi-Amor oder Fit and Fun? Animondo oder Perfect? Royal oder Purina? Und wenn ja, sensitiv oder crunchy?

 

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Was für eine Brut

Eklige Tiere seien das, diese Tauben. Nix da von wegen Symbol für Frieden und Unschuld.  Im Gegenteil: Krankheitsträger der übelsten Sorte seien diese fliegenden Ratten, schimpfte meine Mutter. Ausserdem ärgerte sie sich „über dieses ständige Vor-und Rückwärtsgewackel mit dem Kopf. Und dann dieses widerwärtige Scharren und Gurren. Das schamlose Geschmuse. Eifach gruusig“.

 

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Klärli, das Tschi-pi-Äss

„Sie haben Ihr Ziel erreicht. Sie haben...“  Ja, spinnt die? Von wegen Ziel erreicht. Ich steh im Stau auf der Autobahn, bin eh schon zu spät, habe keine Ahnung, welche Spur ich nehmen muss, um an mein Ziel zu gelangen. Verzweifelt klopfe ich auf mein Navi: Künzlistrasse 4. Keine Reaktion, wenn ich auf Enter drücke. Ein letztes Seufzen von Klärli...

 

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